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VERSÖHNTE NACHBARSCHAFT IM HERZEN EUROPAS

Erklärung der Bischofskonferenzen der Tschechischen Republik und der Republik Österreich

Der Kontinent Europa als eine Einheit

Europa steht in unseren Tagen vor einer großen Herausforderung. Erstmals in der Geschichte besteht die Aussicht auf ein geeintes Europa, das auf der Basis von Demokratie und Menschenrechten ohne kriegerische Ausein-andersetzung und Gewalt seine Völker zusammenführt.

Die Völker Europas erleben heute, dass die Staatsgrenzen aufhören, Trennlinien zwischen ihnen zu sein. Noch aber besteht vielfach eine andere Art von Grenzen, die der Nationalismus des 19. und des 20. Jahrhunderts zwischen ihnen gezogen hat.

Diese Grenzen und die Unrechtsregime des Nationalsozialismus und des Kommunismus haben zu Feindseligkeiten geführt und ein Jahrhunderte langes Zusammenleben voll von geistiger, kultureller und wirtschaftlicher Fruchtbarkeit zerstört. Dieses schreckliche Erbe betrifft auch unsere beiden Länder.

Unsere Generation ist nun aufgerufen, anstelle dieser Trennlinien wieder Begegnungsräume zu schaffen, damit die von Gott geschenkten Begabungen und Charismen dieser Völker von neuem aufblühen und in friedlichem Zusammenleben fruchtbar gemacht werden können.

Als Voraussetzung für diesen Frieden ist Erinnern und Versöhnen notwendig. Dieser Friede beginnt in den Herzen der Menschen und ist Gnade, die uns Jesus Christus, der Quell der Versöhnung, schenken will.

„Diese einzigartige Erfahrung der Gnade motiviert das ganze Gottesvolk und jeden einzelnen Getauften, das Gebot des Herrn ernst zu nehmen, nämlich immer bereit sein, seinen Schuldigern zu vergeben.„

„Erinnern und Versöhnen„, Internationale Theologische Kommission – Rom, 7. Marz 2000.

Das Werden eines geeinten Europas

In dem sich einenden Europa müssen auch nachbarschaftliche Beziehungen neu gestaltet werden. Das setzt ein klares Bekenntnis zur gemeinsamen Zukunft voraus. Papst Johannes Paul II hat bei seinen Pastoralbesuchen in Prag 1997 und Wien 1998 die besondere Bedeutung unserer beiden Länder in der „Europäisierung„ betont.

Im Zusammenhang mit dem Sankt Adalbert-Jubiläum sagte er:

„Das Vermächtnis des heiligen Adalbert gilt ..... allen Menschen, die sich der geistigen Dimension der europäischen Integration sowie ihrer Verantwortung für diese Welt bewusst sind. Die böhmische Sankt-Adalbert-Tradition ..... verbindet über die Grenzen der Konfessionen und bildet eine Brücke zu unseren mitteleuropäischen Nachbarn sowie auch zu anderen Völkern.

Und in seiner Wiener Europarede betonte der Papst:

„In der Geografie Europas ist Österreich nach vielen Jahrzehnten vom Grenzland zum Brückenland geworden„

Aus dieser Verantwortung um ein neu gestaltetes Europa halten die Bischofskonferenzen beider Länder unmißverständlich fest, dass der nun laufende Beitrittsprozess zur Europäischen Union nicht gefährdet werden darf, zumal er auch in den je eigenen Interessen der Tschechischen Republik und der Republik Österreich liegt.

Der Friede in Europa wird durch gute Beziehungen von Nachbarstaaten grundgelegt. Das „Friedensprojekt Europa„ durch den Zusammenschluss in einer Union ist ein sehr hohes Gut.

Die Vielfalt der Völker Europas: Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Die Geschichte unserer Nachbarschaft ist geprägt durch Gemeinsamkeiten in Kunst und Kultur wie auch durch die Fülle persönlicher Beziehungen zwischen den Menschen unserer Länder, leider aber auch durch Ressentiments, Geringschätzung und Vorurteile. Das gemeinsame Europa von morgen bedarf auch in den Beziehungen unserer beiden Länder zu einander in vielen Bereichen eines entschlossenen Neubeginns. Wir können mit Freude fest-stellen, dass viele Menschen beider Völker hier schon erste Schritte gesetzt haben.

Es darf bei der Einigung Europas nicht um die Einebnung der bunten nationalen Vielfalt in Europa gehen, denn gerade die ist es gewesen, die diesem Kontinent seine Prägung und durch viele Jahrhunderte die Fähigkeit gegeben hat, seine Begabungen in gegenseitiger friedlicher Herausforderung zu entwickeln und dem Erdkreis zur Verfügung zu stellen.

Freilich müssen wir Europäer zugleich eingestehen, dass wir unsere Möglichkeiten immer wieder mißbraucht und dadurch Menschen Leid zugefügt haben.

 

 

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